viva revolutione der könig ist tod es lebe der könig [vor 2 Jahren]
michael obersteiner, 8700 leoben
michael obersteiner
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Offener Brief

 

an die Stadtgemeinde Leoben, den Gemeinderat und die Öffentlichkeit der Stadt Leoben

 

In Bezugnahme auf den bedauernswerten Zustand des Kulturlebens dieser Stadt und auch als Antwort auf die geborgte Argumentation der hiesigen Zeitschrift „Die Woche“ vom 6.12.2012 über Leoben als Kulturstandort, erlauben wir uns im Namen von Kulturschaffenden diesen Brief an die Öffentlichkeit zu richten. Traditionell hat die Industriestadt Leoben ihre Künstler immer schon stiefmütterlich behandelt und dadurch zur Abwanderung gezwungen. In der jetzigen Zeit der wirtschaftlichen Gewinnmaximierung ist das Überleben des gesellschaftlich wichtigsten Teils einer Gemeinschaft, nämlich des kreativen, aktiven oder schöpferischen, vollends zum Untergang verurteilt. Ein Großteil von uns fristet ein Leben am Existenzminimum, ohne jegliche soziale Absicherung und versucht auf jede erdenkliche Art sein Auskommen zu finden, was den Schaffensprozess, wenn nicht gar verhindert, doch fast unmöglich macht. Diesen Verlust menschlichen Potentials wollen wir nicht länger hinnehmen.

Wir sehen dieses Schreiben als letzte Möglichkeit ein politisches Einlenken und endlich nicht mehr das gewohnte provinziell, unzeitgemäße Vorgehen, sondern eine weitblickende Investition in das Kulturschaffen und die Kultur zu erreichen, denn mehrere unserer Kollegen haben wieder einmal vor dieser Stadt den Rücken zu kehren.

 

Unsere Anliegen sind daher, wie unten ausführlich dargestellt, die folgenden:

 

 

 

 

1.

ERSATZ DER WIRTSCHAFTSSTANDORTFÖRDERUNG DURCH „KULTURSTANDORTFÖRDERUNG“ ALS ZUKUNFTSPERSPEKTIVE FÜR LEOBEN:

 

  • Die Mittel für Prestigeveranstaltungen, die als politische Darstellung dienen, wären anstelle dessen besser investiert in Förderungen kreativer Prozesse, in lebendige Kunst und Kultur, die Wirtschaftswachstum erzeugen (eine Strategie, die bereits international in allen größeren Städten angewendet wird)

  • Das Argument fehlender öffentlicher Mittel ist daher widerlegbar und die Vorstellung der privaten Initiative ist soweit unsinnig, da diese erst investiert, wenn sich Perspektiven abzeichnen. Diese Perspektiven müssen politisch gewollt sein und klare Zeichen gesetzt werden, u. a. durch Initiative und mindestmögliche finanzielle Zuschüsse

(z.B.Unterstützung in Werbung und sozialer Integration, zur Verfügung stellen von öffentlichen Räumen und Mitteln).

  • Das menschliche und schöpferische Potential ist vorhanden und wartet darauf entdeckt und gefördert werden.

 

2.

ERFASSEN DES KÜNSTLERISCHEN POTENTIAL IM BEZIRK DURCH:

 

  • Ausschreibungen von Schulwettbewerben, Finalisten stellen im Museums-Center aus, Vernissage und Logistik wird durch die Stadt finanziert

  • Prämien für die einzelnen Kategorien (Sonderprämie)

  • Schaffung eines jährlichen Kunstpreises

  • Datenerfassung/Datenbank – Künstlerdatenbank durch den Verein

  • Kurse und Workshops bezirksweit (Schulen, Sozialvereine, Volkshochschule , Volksbildungswerk) zur Entdeckung neuer Talente und deren Förderung (Marktzugang und Auftragskoordinierung,

  • Schaffung eines Künstler-AMS durch den o.g. Verein (Mittel durch die Gemeinde)

  • Uneingeschränkte Unterstützung durch die Medien- u. Marketingstruktur der Stadtgemeinde

  • Notlagen-Fond f. Kunstschaffende(Hotline)

Dasselbe Vorgehen in den Bereichen von:

  • Literatur

  • Mode

  • Theater

  • Architektur

  • Film

  • Zirkuskünste

 

 

 

 

3.

PARTNERSCHAFT MIT DER MONTANUNIVERSITÄT LEOBEN

 

Werkstofftechnik

Kunststofftechnik

Gusstechnik

 

  • Anwendung von Hi-Tec Materialien in der Kunst (einzigartigen Charakter der lokal produzierten Kunst?)

  • Nutzung der Werkstätten

  • Fachliche Beratung

  • Workshops mit Technikern

 

 

 

 

 

 

4.

DER VEREIN FÜR KUNST UND KULTUR

als Drehscheibe:

 

Beschreibung des Klubs

Verein zur Förderung von Kunst und Kultur im alltäglichen Leben

  • Lokal, Homanng. 16, 300 m2, allgemein zugängliche Werkstätte, Ausstellungsräume, Probe-Räume

  • 260 registrierte Mitglieder

  • Preisträger 2012 „Tu was dann tut sich was“ vom Verein Steirische Eisenstraße

  • überparteilich

  • Kunst ist der Ursprung der menschlichen Existenz

  • Kunst zur Sozialisierung und Integration

  • Kunst als Evolutionstheorie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ideale & Ziele

Wir werden durch unser Projekt „JuKuA“ (Jugend Kunst Aktiv) inmitten unserer, stark von Leistungsdruck und Effizienzmaximierung geprägten, Gesellschaft, einen Raum schaffen, welcher Jugendlichen Alternativen, Chancen und die Möglichkeit zur individuellen Entwicklung bietet. Diese soll allerdings nicht isoliert stattfinden, sondern integriert in einer auf Verständnis und (multikulturellen) Kommunikation aufbauenden Umgebung. Es soll also gleichsam Diskussionsraum geschaffen werden, dessen Inhalte entlang gesellschaftlicher Problemfelder, wie Migration, Chancengleichheit, politische Partizipation, subjektiver gesellschaftlicher Verortung, etc. verlaufen soll, als auch die Möglichkeit durch gegenseitiges Lernen, der Entwicklung eigener Ideen und der Eröffnung von Perspektiven, die Aktivität der Jugend zu fördern. Unser Ziel ist es dazu beizutragen, dass Jugendliche ihre Potentiale und Möglichkeiten entdecken und jenen aktiv nachgehen. Diese Aktivitäten sollen auf gegenseitigem Lernen, zwischenmenschlicher Kommunikation und Partizipation beruhen. Somit soll eine Anlaufstelle geschaffen werden, welche bei der individuellen Persönlichkeitsentwicklung und der oftmals schwierigen Orientierung im Leben hilfreich zur Seite steht und auch das Verständnis für Akzeptanz von Menschen mit unterschiedlichsten Lebenshintergründen und -vergangenheiten erweitert.


Weitere Aktivitäten:

 

  • Kontaktaufnahme zu regionalen und internationalen Kulturschaffenden

  • Vermittlungen (Künstler-AMS), Schaffung eines entsprechenden Marktes (z.B. Arkadenhof – Sanierung unseres „Kulturerbes“ durch ausländische Firmen – eigenes Potential wurde nicht erfasst)

  • Anlaufstelle international

  • Kommunikation/Marketing/Vernetzung

  • Erfassen der Daten, Auswertung des Potential

  • Internationaler Austausch von Kulturschaffenden, z. b. chinesische Schwesterstadt Xuzhou

  • Workshops mit internationalen Kulturschaffenden

  • Ausschreibungen/Kontaktaufnahmen an renommierten Universitäten für bildende und angewandte, darstellende Künste / national und international

  • Interaktive Integration von benachteiligten Mitbürgern (Kunst als Therapie) sozialer Arbeit und Betreuung (z.B. Wendepunkt)

  • Jugendarbeit

  • Aktivitäten eingeschriebener Künstler an Kindergärten, Schulen, sozialen Einrichtungen, im öffentlichen Raum und bei Veranstaltungen, wenn möglich ehrenamtlich

  • Vernetzung mit allen Kulturvereinen (bezirksweit – landesweit – österreichweit)

 

5.

BENÖTIGTE MITTEL

 

 

 

Finanzierung für:

  • Sanierung von Elektrik und Heizungsanlage, Klub-Räume, Homanng.16

  • Aktualisierung und Erneuerung des Werkzeugbestandes

  • Aufstockung von Werkmaterialien

  • Monatliche Zuschüsse zu den Erhaltungskosten, (inkl.Gehälter für drei permanent Angestellte)

 

 

Zustimmungsabhängige Zuschüsse

bzw. Finanzierung von außergewöhnlichen Aktivitäten, wie:

 

  • Reisespesen für internationale Teilnahme an Workshops, Ausstellungen/Kontaktaufnahmen/Auftragsausschreibungen und Wettbewerben

  • Kosten/Ausgaben von geladenen Künstlern

  • Kostenlose Ateliers (z.b. Ziegelbauten Leitendorf) Immobilien im Stadtbesitz

  • Zuschüsse für hauptberufliche Kunstschaffende (Lebenskosten, Materialzuschüsse und Ausstellungslogistik und Werbung

  • 03 Ausstellungen im Museumscenter , u.a. von lokalen und internationalen Künstlern (Marketing etc. durch die Stadt),

  • Schaffung von Kunst und Kultur im öffentlichen Raum

(z.B. Skulpturenpark am Marek-Kai)

 

 

Wir bedanken uns für die erwiesene Aufmerksamkeit

 

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