Guten Morgen, ihr alle da draußen ... [vor 1 Jahr]
Irina Söllner,
Irina Söllner
weiblich
65 Jahre
Online: vor 1 Jahr
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Film & TV :
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5 Dinge ohne die ich nicht leben kann:
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Ich bin nun 6-fache Omi, 3-fache Mutter und 1-fach verheiratet! Habe das Schriftsteller- Seminar gemacht, und schreibe riesiggerne Geschichten welche andere erfreuen oder belustigen. Wäre ich ein Mann, wäre ich Bigamist (mit zwei oder mehreren Frauen verheiratet), denn ich weiß was es heisst "Liebe auf den ersten Blick"! Ich handarbeite gerne (Stricken, Häkeln), denn dabei kann man(n) die Gedanken laufen lassen. lol

 Nun eine Geschichte, die euch zur Unterhaltung dienen sollte:

Das Weihnachtsspiel

Diese Geschichte habe ich selbst erlebt und es passt in diese Jahreszeit.
Wir schreiben das Jahr 1961 und ich kam etwa fünf Wochen vor Weihnachten in eine neue Schule, da sich meine Eltern scheiden ließen.
Kein bekanntes Gesicht, dafür ein freundlicher Lehrer, dunkle Locken, Schmachtaugen und immer ein Lachen auf den Lippen. Bei mir dachte ich, wenn alle Lehrer hier so waren, na Mahlzeit. Da käme ich aus dem Schwärmen nie heraus. Die Stunde wurde eingeläutet und wir sprachen das Gebet. Und dann sprach der Lehrer über Gott und Jesus und dass der Elternverein einen Saal gemietet hätte,  um das Weihnachtsspiel aufzuführen. Meine Augen wurden immer größer. Wie war das? Seit wann sprach ein Lehrer nicht von Divisionen oder Brüchen? Oder von Nebensatz und Satzaussage? Langsam dämmerte mir, dass diese erste Stunde die Religionsstunde war und der vermeintliche Lehrer eigentlich mein neuer Kathechet, wie der Religionslehrer damals genannt wurde, war.
Nach Beendigung der Stunde nahm mich also der Herr Kathechet beiseite und  fragte mich, ob ich interessiert daran sei, bei einem Weihnachtsspiel mitzuwirken. Klar war ich interessiert. Also drückte er mir das Heft mit meinem Part in die Hand und meinte, einer der Sterne wäre ausgefallen und ich könnte, wenn ich wollte, diesen übernehmen. Es waren vier oder fünf Lieder zu singen und kleinere Gedichte aufzusagen. Ich bräuchte bloß das Kleid, lang und weiß, die Kerze für das Sternenlicht und natürlich den Text mitzubringen.
Es begann eine Zeit des Lernens und je näher die Generalprobe kam, desto schlechter gings. Dann war sie da und mir war elend übel. Bauchweh, ein Riesenloch im Kopf, dort wo der Text eigentlich sein sollte und einen trockenen Hals. Herzklopfen bis in die Schläfen und wenn ich gekonnt hätte, hätte ich mich verabschiedet. Doch die Lehrerin einer anderen Klasse, die für die Musikuntermalung auf Klavier zuständig war, verhinderte es und meinte nur, ich brauche keine Angst zu haben, ich wäre doch ein Naturtalent. Schon klar! Sie fühlte sich ja auch nicht so elend wie ich!

Und dann war der große Tag gekommen. Die Hauptschüler hatten alte Bettlaken mit Wolken bemalt, wir Sterne standen zitternd in unseren weißen Kleidern und hielten die lange weiße Kerze in den Händen. Das Christkind saß beim Weihnachtstisch, auf dem ein langer Zettel mit den Wünschen lag und eine kleine Tanne im Blumentopf stand. Der Weihnachtsmann und drei Weihnachtszwerge waren auch da und natürlich Frau Sonne und Herr Mond. Im Vertrauen gesagt, zu diesem Zeitpunkt hätte ich noch mit dem Christkind die Rolle getauscht. Dann nicht mehr. Was die alles sagen musste!
Der Vorhang ging auf und das unten sitzende Publikum begann mit dem Applaus. Gott, war mir schlecht! Und ich wusste auch nicht mehr den winzigsten Teil der Lieder oder Gedichte, die ich aufsagen musste! Ich sah zur Seite, dort wo der Herr Kathechet stand und die Daumen hielt.
Die ersten Lieder gingen alle gut, nur beim Anzünden der Kerzen versagte nach der zweiten Kerze das Streichholz. Also entzündeten die Sterne ihr Licht am Licht des Nachbarsterns. Eine Liedmelodie hatte beinahe den selben Klang wie das drauffolgende.
Und nun passierte etwas, das nicht sehr toll war. Zwanzig Sterne standen da, hörten dem Christkind zu und das Spiel nahm seinen Lauf. Nun kam dieses Lied und - zehn Sterne sangen den richtigen Text und ab mir die zweite Hälfte den Text vom nachfolgenden Lied.
Irgendwer rief im Publikum:"Auweh!" und ein Glas zerbrach. Oh Schande!
Erst bei der zweiten Strophe horchte ich mal kurz auf den Text, weil er mir etwas seltsam vorkam und die dritte Strophe sangen dann alle Sterne wieder mit dem  richtigen Text. Von da an nahm das Weihnachtsspiel allerdings seinen normalen Verlauf und wir hatten - wie der Kenner sagte - acht Vorhänge.
Der Herr Kathechet hat uns dann sehr gelobt und war stolz auf uns. Besonders auf mich, da ich ja nur so kurze Zeit zum lernen hatte. Aber an diesem Tag habe ich mir geschworen ... nie wieder Theater. Nicht mit mir auf der Bühne!
Eingehalten habe ich es wohl nicht. Soweit ich mich erinnere, waren es dann noch zwei Stücke, die ich AUF der Bühne verbrachte. Aber da ohne zu singen, nur zu Beginn und am Ende habe ich ein Gedicht aufgesagt. Es ging mir zwar dabei auch immer so, dass mich das Lampenfieber fest in den Krallen hielt, aber es war nie mehr so wie damals.
Irina hat 8 Gruppen
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schrieb am 08.04.2011 - 10:19
Hallo Irina,

danke & ganz liebe (und sonnige) Grüsse ... Peter
Küssend
Anonym
schrieb am 18.03.2011 - 10:41

Hi,

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Viel Spaß wünscht dir Dein sms.at Team.

schrieb am 24.12.2009 - 15:10
Frohe Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht Dir und Deiner Familie Burgi